Eröffnung Schwimmhalle Ilmenau
25. Oktober 2020 | Ilmenau, Deustchland

„Ich sag es Euch, dieser Tag ist historisch!“ Zufrieden lächelnd kommt Stadtratsmitglied Bernd Frankenberger (FW) aus der nagelneuen Ilmenauer Schwimmhalle. Zuvor hat er sich dort intensiv umgesehen – in den Umkleiden, im Badebereich und auch unter der Erde. Hier hochmoderne Technik unter anderem für die Wasseraufbereitung verbaut.

„Wir als Kommune haben eine Vorbildfunktion“, betont Oberbürgermeister Daniel Schultheiß (pl). Bei Bauprojekten dieser Größenordnung könne man nicht nur architektonisch alle Register ziehen, sondern auch zeigen, was technisch heutzutage alles möglich ist. So achtete die Stadt auf Energieeffizienz. Die Abwärme der Eishalle werde genutzt, um das Badewasser zu wärmen. Dank des Einsatzes von UV-Anlagen werde deutlich weniger Chlor benötigt, um das Wasser zu reinigen. Und die Wasseraufbereitung sei so effektiv, dass das kühle Nass wieder eingespeist werden könne. Früher musste es teuer entsorgt werden.

Schultheiß sparte nicht an Dank. Den richtete er nicht nur an die Bauausführenden und Fördermittelgeber, sondern auch an seinen Amtsvorgänger Gert-Michael Seeber, der das Projekt anschob, und die Stadträte, die trotz der Kosten grünes Licht gaben. Wohl wissend, dass sie mit diesem Projekt die Lebensqualität in der Stadt erhöhen.

Auch Thomas Schäfer ist stolz, als er ans Mikrofon tritt. Vier Jahre lang fungierte er als Bauleiter, kennt quasi jedes Schräubchen, das in der Schwimmhalle verbaut ist, war in Planungen und Umplanungen eingebunden. Entsprechend viele Zahlen hatte er parat. Stolz macht ihn, dass das Projekt, obwohl insbesondere Spezialfirmen in den letzten Jahren deutlich an der Preisschraube drehten, finanziell nicht aus dem Rahmen lief. 12 Millionen Euro waren ursprünglich veranschlagt, 12,4 Millionen Euro stehen auf der Schlussrechnung. Allein stemmen muss die Stadt Ilmenau diese Summe nicht. 2,6 Millionen Euro stammen aus der Sportstättenförderung des Landes. 2,8 Millionen Euro werden über das Efre-Programm zur energetischen Sanierung der Innenstädte beigesteuert. Die Städtebauförderung übernimmt zudem zwei Drittel der Kosten, die für den Außenbereich nötig waren.

(von www.thueringer-allgemeine.de )